Chronik des Quartiervereins Kappelerhof seit seiner Gründung 1910

2010
Verschiedene Aktivitäten durch das ganze Jahr zum 100 Jahr-Jubiläum Quartierverein Kappelerhof. 100 Geburtstagskerzen entlang der Bruggerstrasse und verteilt im Quartier, zeigen den Ausnahmezustand an. Am 22. Januar wird die 100. Generalversammlung abgehalten.
9.-18. April Fotoausstellung und Einweihung Jubiläumsbuch 100 Jahre Quartierverein Kappelerhof. Höhepunkt des Jubeljahres ist das Geburtstagsjubiläumsfest vom 27.8.-29.8.2010.

2009
Dieses Jahr steht ganz in den Vorbereitungen für das Jubiläum 100 Jahre Quartierverein Kappelerhof.
27. Juni: Kappi-Fäscht im Brisgi. Cornelia Haller wird zur ersten Präsidentin des Quartiervereins und Pascale Bruderer (ebenfalls Kappelerhöflerin) wird zur Nationalratspräsidentin gewählt.

2008
Die Lärmschutzwände werden erstellt. Der Mitstreiter Hans Baumann erlebt die Fertigstellung nicht mehr.
21. Juni: Kappi-Fäscht auf dem Schulhausareal mit Kappi-Fussballturnier. 30-jähriges Bestehen der Zeitung «euse kappi». Kurt Bhend wird Ehrenmitglied des Quartiervereins Kappelerhof.

2007
12. April: Die schreckliche Bluttat im «La Cappella» wühlt und rüttelt die Bewohner im Kappi auf und macht traurig.
23. Juni: Einweihungsfest Kraftwerk Kappelerhof durch die Behörden. Anschliessend Quartierfest zusammen mit dem Quartierverein Nussbaumen Süd mit verschiedenen Aktivitäten und einem Lichtermeer auf dem Kappisee.
30. Juni: Brisgifest.
17. – 26. August: Mitwirkung des Kappi-Quartiers an der grossen Badenfahrt. Unter dem Motto «Moulin Rouge» entsteht eine attraktive Beiz mit gutem Programm und 2 Wagen für den Umzug.

Quartierstatistik Stand 31.12.2007

SchweizerInnen AusländerInnen Total
Total 1844 1144 2988
Oberer Kappi 821 373 1194
Unterer Kappi 1023 771 1794

2006
Die Eidgenössische Rekurskommission (REKO INUM) hat beschlossen, dass die zusätzlichen Lärmschutzwände im unteren Kappi (Länge: ca. 300 m; Kosten: ca. Fr. 800’000.-) von den SBB gebaut werden müssen. Von der Gemeinde Obersiggenthal und dem Kanton werden im Bereich der neuen Brücke zusätzliche Wände mit einer Länge von ca. 300 m erstellt.
20. Mai: Umwelttag. Abfall im Kappi – ein Thema, das alle angeht.
26. Juni: Seenachtsfest: Einweihung des Kappisees zusammen mit dem Quartierverein Nussbaumen-Süd – grosses Feuerwerk.
Wohnen 55plus: Eine Gruppe interessierter Kappelerhöfler sucht nach finanzierbaren, umbaufähigen Wohnobjekten.

2005
Wechsel an der Spitze des Quartiervereins: Nach 9-jährigem Präsidium übergibt Urs Meyer das Zepter seinem Nachfolger, Rene Müller. Die Quartierzeitung «euse kappi» erscheint in einem neuen Gewand.
Am 25./26. Juni findet das zweitägige Kappi-Fäscht statt. Gleichzeitig feiert der FC Kappelerhof sein 40-jähriges Bestehen.
Die Buslinie 9 wird bis zum Kraftwerk verlängert. Der Roggebode erhält eine Haltestelle.
Nach einer gründlichen Renovation erstrahlt die Kapelle Mariawil in neuem Glanz.
Der ehemalige Quartiervereins-Präsident Lukas Voegele wird in den Badener Stadtrat gewählt.
Pater Karl Widmer wird Ehrenmitglied des Quartiervereins.

2004
Die Post ist mittlerweile geschlossen! Auf die Baubewilligung zur Erstellung von Lärmschutzwänden wird weiterhin gewartet.
Erste Ergebnisse der laufenden Quartieranalyse werden vorgestellt: Der grösste Handlungsbedarf besteht im Bereich Eulenweg – 1. August-Wiese, in der Zurückstufung des Waldrandes, der Ausgestaltung der Bruggerstrasse, der Verbesserung des Zusammenlebens der Bewohner und Bewohnerinnen der Brisgistrasse 20-24 sowie in der Konfliktlösung durch Mediation im Gebiet Stockmatt.
Am 15. Mai steigt das Kappi-Fäscht unter dem Motto «Vergnügen – Kennenlernen – Integrieren».

2003
An der Bruggerstrasse werden im Abschnitt Schellenacker bis Bushaltestelle Kapelle die Werkleitungen erneuert.
Der Quartierverein sammelt Unterschriften für 2 Petitionen:
– Die Poststelle soll dem Quartier erhalten bleiben.
– Gegen den seit Jahren immer weiter zunehmenden Bahnlärm im Gebiet Kappelerhof (Stadt Baden) und Obersiggenthal.
Im Kappi wird im Auftrag des Stadtrates eine Analyse zur Quartierentwicklung erstellt.

2002
Endlich wird die seit Jahren geplante Brücke vom Kappelerhof nach Rieden fertiggestellt. Bei der grosszügigen Eröffnungsfeier ist viel los. Verschiedenste Stände, Bühnen mit Unterhaltungsmusik und ein grosses Feuerwerk krönen den Anlass.

1999
Frau Martha Sieber-Meier wird an der Generalversammlung für ihre grosse und sehr erfolgreiche Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.
Obersiggenthaler-Brücke: Der Bau beginnt! «Was lange währt, wird endlich…»
Aus Anlass des 90-jährigen Bestehens unseres Quartiervereins soll im Juni 2000 ein dreitägiges «Kappi-Fäscht» stattfinden. Der Vorstand wartet an der GV bereits mit detaillierten Plänen auf.

1998
Der Fussweg am Muellerbächli erhält eine sehr gute und überaus geschätzte Beleuchtung. Es wird eine viel beachtete Fotoausstellung durchgeführt.
75 Jahre Mariawil. Ein wahrer Glücksfall war der Bau des Priesterhauses neben der Kapelle Mariawil, in welches die Redemptoristen-Patres einzogen und seither ihre sehr geschätzte und segensreiche Tätigkeit entfalten.
Tempo 30 wird für die Stockmattstrasse, den Eulenweg, bei der Schule und im Roggebode eingeführt und ist ein Erfolg. Auch der Fussgängerstreifen über die Fluhmattstrasse bewährt sich.

1997
Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der «La Badenfahrt». – Der Kappi nimmt mit 4 Wagen, veritablen «Kunstwerken», am Umzug teil. Unsere Beiz, als prächtiger und bewunderter «Venus-Garten» am Bahnhofsplatz gestaltet, ist ein enorm besuchter Treffpunkt.

1996
Nach 6 Jahren Quartiervereins-Präsidium und grossem Einsatz zieht sich Raphael Weisz zurück. Neuer Praesident: Urs Meyer.
Die KdJ-Huette wird unter der Leitung von Werner Gnos in riesiger Fronarbeit einer totalen Renovation unterzogen und erstrahlt in neuem Glanz. Sie kann von jedermann gemietet werden.
«Textile Arbeiten» hiess das vielbeachtete Thema der diesjährigen Hobby-Ausstellung.
Elsbeth Matter, unsere beliebte Kindergärtnerin, verlässt nach fast 30 Jahren ihren Kindergarten.
20 Jahre Kappi-Clique.

1995
Die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Laegern stellt ihr Mehrfamilienhaus-Projekt vor, das auf dem Areal der heutigen Schrebergärten realisiert werden soll.
«Hobby-Kuenstler im Kappi»: «Figuren/Skulpturen» finden grosses Interesse.
Der FC Kappelerhof wird 30 Jahre alt.
«Quartiermutter» Liseli Mueller ist gestorben. Siehe separaten Artikel von Elisabeth Wiederkehr-Mueller.

1994
Unser Verein unterstuetzt mit der Beiz «McKappi» mit grossem Erfolg das Altersheim Kehl anlaesslich ihres Grossanlasses zum 30-jaehrigen Bestehen und liefert erfreuliche 3000 Franken ab.
Die beliebten Schrebergaerten muessen leider aufgegeben werden. Grund: Mehrfamilienhaus-Ueberbauung. – Der Quartierverein unternimmt einen Anlauf gegen den so unbeliebten Hundedreck und laesst «Robidogs» aufstellen.
«Hobby-Kuenstler im Kappi», diesmal mit dem Thema Bilder.
50. Ausgabe von «Euse Kappi».
Eine ausserordentliche GV sagt JA zu Alterswohnungen im Brisgi. Der Vorstand verfolgt das Projekt weiter.

1993
Der Stadtrat Baden kommt ins Quartier, um Kontakt zu pflegen und mit uns die quartierspezifischen Probleme zu besprechen.
Schöne Kuenstler-Ausstellung, die zu einem Grosserfolg wird. Thema: Puppen.
47 Haeuser werden mit Advents-Motiven wunderschön geschmückt.

1992
Imposante Einweihungsfeier mit tollem Quartierfest unserer lang ersehnten Schulhaus-Überbauung und des Quartierzentrums. Dazu wird eine aufschlussreiche Sondernummer von «euse kappi» herausgegeben.
Die Männerchöre Kappelerhof und Ennetbaden fusionieren. Grund: zu wenig Sänger bei beiden Chören!
Eine initiative Elterngruppe aus dem Kappi gründet den «Verein Kinder-Mittagstisch im Kappelerhof». Es werden nicht nur das Essen, sondern auch eine schulergänzende Betreuung und Aktivitäten für Familien des Quartiers angeboten, usw.
Lukas Voegele wird an der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

1991
Mit dem Thema «Tüüfelsbrugg» und der originellen «Tüüfelsbeiz und –Bar» macht unser Quartierverein am Regionalfest nicht nur mit, sondern auch einen glänzenden Eindruck.

1990
Sternsingen. «Das ist der Stern von Bethlehem». Erstmals wird dieser schöne alte Brauch auch im Kappi aufgenommen. Unter der Leitung von Pater Karl Widmer und Margrit Keller ziehen 24 Kinder mit Kerzen und dem leuchtenden Stern durch unser Quartier.
Lukas Voegele tritt nach 6 Jahren als Präsident des Quartiervereins zurück. Die GV dankt ihm mit langem Applaus für seine vorzügliche Tätigkeit. Neuer Präsident: Raphael Weisz.
Unser Quartierverein erhebt Einsprache beim Gemeinderat Baden zur Projektauflage zum «Neuen Limmatübergang Baden-Obersiggenthal».
Vorträge und hochinteressante Berichterstattungen unseres Mitbürgers Andreas Grünholz über seine 3-jährige faszinierende Tätigkeit als Handwerkslehrer in Kenya.

1989
Schulhaus-Erweiterung: Die Schülerzahlen sind derart angewachsen, dass eine Erweiterung unausweichlich wird. Der Stadtrat beantragt, das Projekt «Luft» der Architekten Schnebli + Häuselmann zu verwirklichen.
10 Jahre Altersturnen.
Leider hat «euse kappi» den Tod eines weiteren Redaktors der ersten Stunde zu beklagen: Hans Schaffner, 62 jährig. Auch er ein Mitgründer mit totalem Einsatz. Bei den ersten Ausgaben stellte er seine Stube jeweils als Redaktions- und Schreibbüro zur Verfügung.

1988
Endlich wird eine Orientierung über die seit Jahrzehnten geplante Brücke Obersiggenthal durchgeführt. Unser Vorstand legt vor allem Gewicht auf die flankierenden Massnahmen.
Im Alter von 65 Jahren stirbt unser Mitgründer und Redaktor Willy Mäder. Willy war ein begnadeter Schreiber und wunderbarer Freund.

1987
Badenfahrt: Quartierthema «KappiRail» und «Kappi-Rail-Station». Wir nehmen mit 5 Bildern am Umzug teil. Als Beiz wird ein origineller Spaghetti-Express auf dem Bahnhofplatz eingerichtet, der sich eines grossen Zuspruchs erfreuen kann.
Unser Vorstand unternimmt einen neuen Anlauf zur Schulhaus-Erweiterung. Ein erstes Projekt wird vorgestellt.

1986
Start des Kappi-Laientheaters «Thekalaila» = THEater KAppi LAien LAchen.(Der Name stammt von Frau Emma Frisch). Das Publikum ist vom Stück «Zimmer z‘vermiete» von A bis Z begeistert!
Der Quartierverein übernimmt die Führung der Tiefkühlanlage COOP.
Der Chilemattweg wird verkehrsfrei.
Hans Frei, Ehrenmitglied und langjähriger Quartiervereins-Präsident, stirbt im Alter von 77 Jahren.

1985
Brücke Obersiggenthal: Der Baubeginn wird erneut verschoben. Voraussichtlicher Beginn 1989.
Areal Kornfeld: Diese wunderschöne Wiese soll bald überbaut werden! (siehe Gedicht von Frau Helene Brunner.)
Grossartiges Jubiläumsfest «75 Jahre Quartierverein Kappelerhof» in der Garage Müller. Viele Veranstaltungen aller Art. Die Redaktion von «euse kappi» erstellt eine ausgezeichnete und detaillierte Jubiläumsausgabe.

1984
Josef Dietschi tritt als Präsident zurück, sein Nachfolger wird Lukas Voegele. Die Ära Dietschi darf als die erfolgreichste in der Geschichte des Quartiervereins angesehen werden. Sein temperamentvoller Einsatz während 10 Jahren war mitreissend. Die Versammlung dankt ihm und verleiht ihm die Ehrenmitgliedschaft.
Vorschau auf das Jubiläum «75 Jahre Quartierverein».

1983
Die Fotoausstellung «100 Jahre Kappelerhof» findet auch ausserhalb des Quartiers viel Beachtung.

1982
Badenfahrt. Unser QV wählt das Thema «In 80 Tagen um die Welt». Über 300 Kappelerhöflerinnen und Kappelerhöfler nehmen am Umzug teil. 9 prächtige Wagen. Der «Kappi-Trullo» auf dem Bahnhofplatz hat stets Hochbetrieb. Schlussfeier in der Turnhalle.
Das 400. Mitglied wird gefeiert.

1981
Abschiedsfest für Pater Josef Ambühl, der zum Ehrenmitglied des Quartiervereins ernannt wird. Grosse Feier in der Autohalle der Garage Müller.

1980
Familie Schmid-Andsten pflanzt eine Roteiche im Ifang, der damit den Charakter einer Wohnstrasse erhält. Der Chilemattweg wird mit einem Fest eingeweiht.

1979
50 Jahre Männerchor. Festhüttenbetrieb und ökumenischer Gottesdienst.

1978
Der KdJ feiert sein 10-jähriges Bestehen. Er spielt noch immer eine grosse Rolle bei den Jugendlichen.
Die 1. Nummer der Quartierzeitung «euse kappi» wird gedruckt. Initiant ist der Quartiervereinspräsident Josef Dietschi. Mitarbeiter: Willy Mäder, Hans Schaffner, Fredy Schlegel.
Rege Bautätigkeit im Quartier. Das Schnebli-Areal an der Bruggerstrasse wird überbaut.

1977
Die Insel beim Kraftwerk wird dem Quartier übergeben. Das Inselifest lockt über 250 Personen an.
Badenfahrt mit Kappi-Stüva, ein unvergessliches Fest. Thema des Kappi-Umzuges mit über 250 Teilnehmern: Der Rhein.

1976
Wohnhaus und Fabrik auf dem Schnebli-Areal werden abgerissen. Gründung der Kappi-Clique , der Erwachsenenrunde und des Mitmenschlichen Dienstes.
Der Uferweg vom Kraftwerk zum Brisgi wird mit viel Volk feierlich eingeweiht.

1974-1975
Präsident Müller zieht nach Rütihof. Neuer Präsident wird Josef Dietschi. Die Pflanzplätze am Ausgang des Quartiers werden für 10 Jahre gepachtet und schnell von Hobbygärtnern bebaut.
Die Beteiligung am «Badener Musiläum» ist ein voller Erfolg. Sujet fürs Kappi: Der Goldene Westen. 204 Teilnehmer am Umzug, der «Saloon» ist eine sehr gut besuchte Beiz.

1972
Die Bisquitfabrik Schnebli stellt den Betrieb ein. Die Fabrik hat von 1906-1972 eine bedeutende Rolle im Quartier gespielt.

1971
Fussgängerunterführung im Oberen Kappi. Einweihung der KdJ-Hütte am Waldrand. Sie wird zum Ort der Begegnung für die Jugendlichen des Quartiers.

1970
Eröffnung des neuen Hotels Kappelerhof. (Die Geschichte des Hotels kann in einem separaten Beitrag nachgelesen werden.) Bei der Turnhalle wird ein durch Paul Augustoni geschaffener künstlerischer Schmuck aufgestellt.

1969

Bau der neuen Turnhalle.
Der Männerchor feiert sein 40-jähriges Bestehen.
Georg Müller wird neuer Präsident des Quartiervereins.

1968
Eröffnung des neuen COOP-Centers. Vor dem Durchgang zur Post wird der Brunnen des Bildhauers Papst in Betrieb genommen. Pater Josef Ambühl gründet den «Kreis der Jungen» = KdJ.
In dieser Zeit der Hochkonjunktur (noch vor dem Erdölschock) wird auch im Kappi enorm viel gebaut. Nach der Quelle-Überbauung werden u.a. die Hochhäuser Stockmattstrasse 75 (1968), Fluhmattstrasse 31-37 (1971-1972) und Roggebode 5 (1972) fertiggestellt und bezogen.

1967
Fertigstellung der Überbauung «Quelle», Eröffnung des Restaurants «Quelle» und der neuen Poststelle.
Der Bau einer Doppelturnhalle wird beschlossen.
Der Quartierverein hat 165 Mitglieder. Rekord-Einwohnerzahl im Kappi: 3’600 Personen, wovon 1’600 im Brisgi!

1965-1966
Die Bevölkerung ist so stark angewachsen, dass die zwei Schulhäuser aus den Nähten platzen. Schulhaus Nr. 2 wird aufgestockt und eingeweiht.

1964
Der Quartierverein ersucht die Kreispostdirektion, im Kappi eine Poststelle zu eröffnen. Die Stadt will unseren 1. August-Hügel ausbauen und legt die Pläne vor.

1962-1963
Ein Fussballplatz wird am Waldrand gebaut.

1961
Die Brücke soll von 1965 bis 1968 gebaut werden…

1960
50 Jahre Quartierverein Kappelerhof. In der GV wird der Anlass schlicht gefeiert. Pläne bestehen über den Ausbau Bruggerstrasse auf vier Spuren. Wie wird der Anschluss sein an die Siggenthaler Brücke? Wann?

1959
Neuer Präsident ist Walter Minder.

1956
Fragen um die Strassenführung beschäftigen auch den Quartierverein: Autobahn? Kantonsstrasse? Siggenthaler Brücke?

1955
Vollendung neuer Mehrfamilienhäuser. Neue Zuzüger. Bleibt der «Dorfcharakter» des Quartiers erhalten?

1954
Der Strassenausbau im Wilerloch ist beendet.

1952-1953
Die Kanalisation längs des Stockmattgrabens ist erstellt. Keine Verschmutzung des Baches mehr durch Abwässer von der Allmend.
Das zweite Quartierschulhaus wird gebaut und eingeweiht. Es hat zwei Klassenzimmer, einen gedeckten Pausenvorplatz und eine grosse Spielwiese.

1951
Beim Martinsbergfelsen entsteht eine Abortanlage. Klagen werden laut über wilde Kehrichtablagerungen am Waldrand, an Bächen, am Bahnbord. Und: sonntags soll keine Wäsche aufgehängt werden.

1950
Im Kappi besuchen 35 Kinder den Kindergarten, 24 die 1. Klasse. Die Anzahl Einwohner beträgt 1318 Personen, wovon 348 Kinder unter 15 Jahren.

1949
Die ersten Gebäude der Lägern-Genossenschaft sind im Entstehen. Die Kapelle Mariawil wird renoviert.

1948
Der Quartierverein bemüht sich um die Übernahme der privaten Fluhmattstrasse, des Kappelerwegs und der Oberwilerbergstrasse durch die Stadt.

1947
Das Badener Fest «100 Jahre Eisenbahn» beschäftigt sämtliche städtische Arbeiter. Dringende Strassenarbeiten im Quartier bleiben liegen.

1946
Rücktritt von Präsident Schleucher. Neuer Präsident wird Hans Frei. Der Konsum hat im Unteren Kappi eine Verkaufsbaracke erstellt. Der Autobus in den Kappi funktioniert wieder. Es wird eine Buslinie Baden-Gebenstorf-Birmenstorf eingerichtet.
BBC erstellt im Brisgi vier Wohnbaracken für die ausländischen Arbeitskräfte. Da die Industrien der kriegführenden Länder schwer gelitten haben, erlebt die Schweiz einen grossen Aufschwung. (Die Geschichte des «Brisgi» ist in einem separaten Artikel nachzulesen.)

1945
Ende des Krieges, die Menschen atmen auf. Im Oberen Kappi sind weitere Überbauungen vorgesehen. Ein Spazierweg vom Gaswerk entlang der Limmat zum Bäderviertel wird von allen Kappelerhöflern sehr begrüsst.

1944
Das neue Schulhaus steht. Es sind zwei Räume, einer für den Kindergarten, und einer für das 1. und 2. Schuljahr. Die beiden Lehrkräfte Frl. Widmer und Frl. Rothenfluh sorgen für einen liebevollen Schulbetrieb.

1943
Trotz aller Einschränkungen beschliesst die Gemeindeversammlung den Bau eines Schulpavillons im Kappelerhof. Die Bemühungen des Quartiervereins haben viel zu diesem Erfolg beigetragen. Baukosten: Fr. 80’000.–

1942
Die Bautätigkeit ist gänzlich zum Stillstand gekommen. Der Kinderspielplatz dient der «Anbauschlacht» (Plan Wahlen). Für den Strassenunterhalt fehlt es an Teer und Bitumen.

1941
Die untere Bruggerstrasse wird entwässert. Der Autobusverkehr nach dem Kappelerhof muss aufgehoben werden.

1940
1939 Der Autobusverkehr muss wegen Brennstoffmangel stark eingeschränkt werden. Der Bund verfügt vermehrten Holzschlag. Die Forstkommission der Stadt wird ersucht, nach Möglichkeit unser Quartier zu berücksichtigen und im oberen Kappelerhof diejenigen Bäume zu fällen, die den Sonneneinfall auf Häuser und Gärten behindern.

1939
Der Krieg ist in Europa ausgebrochen und beeinflusst auch unser Land. Die Militärlasten für Staat und Gemeinden wachsen an, so dass nur noch die allernotwendigsten Gesuche berücksichtigt werden können. Viele Männer aus dem Quartier leisten Aktivdienst.

1938
Endlich gibt es eine Autobusverbindung zur Stadt. Lange hatte sich der Verein darum bemüht. Das Autounternehmen Bolliger & Co führt sogar eine Schülerkarte ein: 15 Rappen pro Fahrt.

1937
An der Badenfahrt engagiert sich der Quartierverein nicht.
Die Bewohner des Oberen Kappelerhofs werden täglich durch das Pfeifen eines frühen Dampfzugs aus dem Schlaf geweckt. Der Quartierverein wird bei den SBB vorstellig, notabene mit Erfolg.

1936
Beim Konsum wird eine automatische Telefonsprechzelle aufgestellt. Am Martinsbergfelsen wird ein Stück abgetragen und dadurch Platz für ein Trottoir geschaffen.
Die Einwohnerzahl des Quartiers wächst ständig. Am 1. März 1936 zählt der
Obere Kappelerhof 124 Familien mit 516 Personen, der Untere Kappelerhof 93 Familien mit 356 Personen.

1935
25 Jahre Quartierverein. Man hält Rückschau auf das Geleistete. Und man feiert das Ereignis mit einer Fahrt ins Toggenburg. Voraus führt Juli Müller mit seinem Auto, ihm folgen drei «gut gepolsterte und gefederte Gesellschaftswagen». Die Zahl der Mitglieder ist auf 100 (auch nur Männer?) angewachsen.

1934
Noch immer kein Autobuskurs in den Kappi, denn der brächte ein Defizit von Fr 2’772.– pro Jahr. Der Quartierverein versucht durch Zeitungsartikel, die Stimmbürger über die Kappelerhöfler Schulprobleme aufzuklären.

1933
Die wirtschaftliche Lage hat sich keineswegs gebessert. BBC und damit die Gemeinde Baden ist von der Krise stark betroffen. Keine unnötigen Anschaffungen, nicht einmal ein Barren und ein Stemmbalken für die Spielwiese. Der Quartierverein will den in eigener Regie bewilligten Kredit von Fr 200.– nicht gebrauchen, weil «so teure Geräte im Freien Schaden nehmen könnten».
Dem Gesuch an die Schulpflege, dass wenigstens die Erstklässler den weiten Weg nach Baden nur noch einmal bewältigen müssten, wird entsprochen. Ein eigenes Schulhaus für den Kappi steht in weiter Ferne. Die Städtischen Werke würden an der Stockmattstrasse eine Lampe erstellen und den Strom sogar gratis liefern, sofern der private Strassenbesitzer die Montagekosten übernähme.

1932
Trotz der misslichen Wirtschaftslage hat sich Verschiedenes getan. Die Bruggerstrasse ist dank eines neuen Belags staubfrei. Die Beleuchtung der Strasse wird in Angriff genommen. Der Martinsbergfelsen wird gesäubert, um die Strasse vor Steinschlag zu schützen. Am Konsumgebäude wird ein Automat für Postkarten und Briefmarken erstellt.

1931
Der erste und langjährige Präsident zieht weg. Der neue Präsident, H. Schleucher, nimmt die aktuellen Probleme in die Hand. Es wird vorgeschlagen, im Kappi eine Schulbaracke aufzustellen. Bis jetzt wurden die Kinder im Werkschulgebäude der BBC unterrichtet. Zweimal pro Tag pilgerten die Kinder zu Fuss in die Stadt.
Da das Schulgesetz Massivbauten vorschreibt, wird die Baracke abgelehnt. Der Bau eines kleinen Schulhauses wird jedoch in Aussicht gestellt, «sobald es die Verhältnisse erlauben».
Die dreimalige Postzustellung in den Aussenquartieren wird abgelehnt. Die Erhebung der PTT ergibt, dass für sämtliche Quartiere im Durchschnitt nur 177 Korrespondenzen, für den Kappi jedoch täglich nur 16 «Briefschaften» verteilt werden müssen.
Die Mitgliederzahl des Vereins wächst:
1910: 14
1926: 58
1931: 90

1929-1930
In den Akten finden sich keine besonderen Ereignisse.

1928
Für einen späteren Schulhausbau neben der Kapelle tätigt die Stadt Baden einen Landkauf von 9’000 m2 zum Preise von Fr. 75’000.–.

1927
Die Kanalisationsarbeiten im Oberen Kappi sind abgeschlossen. Der Verein nimmt sich des gleichen Problems im unteren Quartierteil an.

1926
Die Bevölkerung im Kappi wächst weiter. Der Quartierverein regt an, ein eigenes Schulhaus zu errichten.

1925
Die Städtischen Werke wollen Wohnbaracken auf dem Areal des Werkes im Roggebode bauen. Der Quartierverein erhebt Einspruch, macht sich unbeliebt, erreicht aber doch, dass der Standort in Richtung Limmat vorgeschlagen wird.

1924
Auch die Anstösser müssen sich an den Kosten zur Kanalisation beteiligen. Aber bitte nicht auf einmal. Der Quartierverein erreicht eine Aufteilung der Kosten auf 5 Jahre.
Gegen die Errichtung einer «Werkstatt für chemische Fabrikation» im oberen Kappelerhof wehrt sich der Vorstand mit Erfolg.

1922-1923
Ein Unfall auf der Bruggerstrasse am Martinsbergfelsen lässt Quartierverein und Badener Behörden am gleichen Strick ziehen. Die Baudirektion in Aarau bewilligt die Verbreiterung der unübersichtlichen Kurve und den Bau einer Betonmauer. «Die Automobilfrequenz» verlange diese Massnahme.

1921
Erfolg für den Quartierverein: Man einigt sich über Kanalisation, Strassenübernahme und Kostenverteilung. Die Arbeiten können beginnen.

1920
Präsident ist wieder A. Schnebli. Das alte Lied: die leidige Kanalisation. Der Kappi sei ein steuerzahlendes Quartier wie alle anderen Quartiere von Baden. Warum werde er stiefmütterlich behandelt? Der Verein droht sogar: Wenn nichts geschähe, würden die Kappelerhöfler keine Gemeindesteuer mehr zahlen. Man werde der Sanitätsdirektion Mitteilung machen und die Presse orientieren. (Grund für die Verzögerung waren Querelen wegen der Kostenübernahme. Es gab noch Privatstrassen, die erst nach und nach in die Verantwortlichkeit der Stadt übergingen.)
Und wieder geht es um die Postzustellung in den Aussenbezirken. Die Post schlägt vor: Wer will, kann am Abend noch seine Sendungen persönlich am Schalter abholen.

1919
Immer noch Sorgen bei der Bisquitfabrik mit der Abwasserversorgung: Vom hygienischen Standpunkt aus seien die Zustände unhaltbar und für einen Kurort unwürdig. Sehr fortschrittlich klingt die Diskussion um eine elektrische Trambahn zwischen Baden und Brugg.

1918
Der Quartierverein hat schon 47 Mitglieder. Noch immer gehen Gesuche zur Kanalisation ab. Und Reklamationen über den Dreck in der 1909 erstellten Bahnunterführung: die Reinigung durch die Stadt sei mangelhaft.

1917
Hauptprobleme sind: Kanalisation und Erweiterung der Strassenbeleuchtung. Für die Schulkinder, die zu Fuss in die Stadt gehen müssen, wird ein Strassengeländer entlang der Bruggerstrasse am Martinsbergfelsen verlangt, da die Strasse steil zur Bahn abfällt.

1916
Präsident ist jetzt H. Denzler. Das Quartier wächst. Es wird eine Eingabe für die Erstellung der Kanalisation gemacht. Die Leute im Unteren Kappi sind mit der zweimaligen Postzustellung nicht zufrieden, der Obere Kappi erhalte dreimal am Tag Post.

1911-1915
Auf Betreiben des Quartiervereins bekommen die Leute im Unteren Kappelerhof auch zweimal am Tag Post zugestellt.

1910
Im Juli des Jahres 1910 beschliesst eine Gruppe Kappelerhöfler, einen Quartierverein zu gründen. Sie wollen damit ihren Forderungen an die Stadt Baden mehr Gewicht geben. Hauptsächlich geht es um die Verbesserung des Verkehrs und der öffentlichen Einrichtungen im Quartier. Auch sollte der Verein die Geselligkeit pflegen. Der erste Präsident ist A. Schnebli, der Besitzer der Bisquitfabrik an der Bruggerstrasse. Jahresbeitrag Fr 2.–, Besuch der Generalversammlung obligatorisch. Bei Nichterscheinen gibt es Fr 50.– Busse. Erster Erfolg: Schon Ende des Jahres hat das ganze Quartier elektrische Beleuchtung.